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Hohenstaufen-Gymnasium Kaiserslautern |
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Die Integration der Muslime und des islamischen Glaubens ist auch noch in unserer heutigen Zeit
ein heikles Thema. Doch viele Streitpunkte zwischen den Kulturen entstehen durch mangelndes
Verständnis. Um diese Missverständnisse zu beseitigen sind kulturelle Ausflüge von großer
Bedeutung.
Wesentliche Einblicke in jenen anderen Glauben boten sich der 8a und 8c beim Besuch der 1995
erbauten Yavuz-Sultan-Selim Moschee in Mannheim. Begleitet wurden die Klassen von Frau Berres
und den beiden Fachlehrerinnen für katholischen und evangelische Religion Frau Hauswirth und
Frau Lüdders.
Am 23.1. dieses Jahres kamen die Klassen nach einer zweistündigen Anfahrt vor dem islamischen
Gotteshaus an. Von außen ähnelte dieses eher einem Mehrfamilienhaus als dem, was es
eigentlich war. Doch auf dem Weg in die Cafeteria, in der die Schüler empfangen wurden,
brach das orientalisch eingerichtete Gebäude jede Erwartung. Kurz darauf begann die Führung,
in welcher ihnen ein deutschsprachiger Leiter den islamischen Glauben, sowie die
Gemeinsamkeiten zwischen Juden, Christen und Muslimen äußert liberal erklärte. Den Mädchen
wurde das Tragen von Kopftüchern freigestellt, da diese nie zur Unterdrückung, sondern
ausschließlich zur Gleichstellung zwischen Männern und Frauen dienen sollte. Am Anfang der
Führung stand die Besichtigung eines Waschbrunnens aus weißem Marmor, der zur rituellen
Säuberung vor dem Gebet genutzt wird. Danach ging es mit dem ersten der zwei riesigen
Gebetsräume weiter. Zum Betreten jener, musste man zum Zeichen der Reinlichkeit und der
Ehrerbietung, die Schuhe ausziehen. An den Wänden dieser Säle befinden sich nicht wie in
christlichen Kirchen Darstellungen von Heiligen, sondern kunstvoll verzierte Inschriften des
Korans. Von der Decke herab hängt ein gigantischer Kronleuchter, der den Saal mit seinem
Kerzenlicht erhellt. Beide Räume sind ganz und gar mit Teppichböden ausgelegt. Auch befindet
sich in der größten deutschen Moschee, die regelmäßig von 2500 gläubigen Muslimen besucht
wird, ein Minarett. In islamischen Ländern ruft der Muezzin von diesem Turm fünf mal täglich
die Gläubigen zum Gebet auf. Die islamische Gemeinde Mannheims ist außerdem besonders stolz
darauf, dass sich ihre Moschee so gut in die westliche Welt integriert hat und nicht als
Störfaktor empfunden wird.
Ein solcher Ausflug in eine andere Religion beantwortet viele Fragen, informiert über die
fremde Kultur und macht zudem eine Menge Spaß!